Fotosammlungen in Sachsen

Thesaurus fotografischer Verfahren

Die Identifizierung fotografischer Verfahren dient der Datierung und der Festlegung geeigneter konservatorischer Maßnahmen. Moderne farbfotografische Prozesse lassen sich manchmal nicht allein aus dem visuellen Bestand heraus feststellen. In Zweifelsfällen empfiehlt sich zur Bestimmung das Heranziehen einschlägiger Literatur oder von Fachleuten.

 

Schwarzweiß-Unikatverfahren

Schwarzweiß-Negativverfahren

Papiernegativ

Glasnegativ

Kunststoffnegativ

Positivverfahren auf Papier

Papier ohne Schicht

Papier mit einer Schicht

Papier mit zwei Schichten

Auskopierpapier
auch POP (Printing-Out-Paper)
Farbton: schokoladenbraun, purpur. Oberfläche: glänzend, matt oder strukturiert. Aussilbern möglich. Bindemittel: Gelatine. Lichtempfindliche Substanz: Silberchlorid, Auskopierprozeß. Barytschicht: Bariumsulfat. Träger: Papier. Dicke Barytschicht überdeckt den Papierfilz. Mattierung durch Reisstärke oder Schellack, Strukturierung durch Prägung der Barytschicht. Konturen von Kratzern weich. 1885 bis ca. 1920.
Entwicklungspapier
auch DOP (Developing-Out-Paper)
Barytpapier
Farbton: warm- bis blauschwarz, braun, rötel. Oberfläche: matt, glänzend oder strukturiert. Aussilbern häufig. Bindemittel: Gelatine. Lichtempfindliche Substanz: Silberchlorid, -bromid, -jodid oder Mischemulsion. Entwicklungspapier. Barytschicht: Bariumsulfat. Träger: Papier. 1890 bis heute.
Kunststoffpapier
auch PE-Papier, RC-Papier (Resin Coated)
Träger beidseitig mit Polyethylen-Kunststoff (PE) beschichtet. Reflektionsschicht aus PE und Titandioxid. Frühe Abzüge weisen häufig Haarrisse und abblätternde Emulsionen auf. Rückseite glatt, mit Bleistift schwer beschreibbar. 1970 bis heute.

Farbfotografie

Nachbearbeitung

Retusche, opak
Retusche, transparent
Retusche, transparent (Tusche)
Retusche, transparent (Graphit)

 

Autorin:
Marjen Schmidt, vgl. auch Dies.: Fotografien in Museen, Archiven und Sammlungen. Konservieren – Archivieren – Präsentieren, München 1994.

 

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